Schüler gestalten ihre Feiern selbst – nur Mut!


Auf der Suche nach einer Adventsfeier? Am meisten lernt man, wenn man etwas selber macht. Deshalb nur Mut und  Feiern im Klassenzimmer als Teil des Unterrichts von den Schülerinnen und Schülern selbst gestalten lassen! Hier ein Vorschlag zum Vorgehen.

Elemente der Feier besprechen und aufteilen

Gerade mache ich wieder sehr gute Erfahrungen mit selbst gestalteten Feiern.
Dafür überlegen wir zuerst gemeinsam, was alles zu einer Feier gehört.
Zum Beispiel:
– Musik am Anfang
– Musik am Schluss
– ein Lied zum Mitsingen
– ein Bibelwort
– ein oder zwei Sachen (eine Geschichte, Fragen, Gedanken, …) zum Nachdenken
– ein schön gestalteter Raum
– Dinge, um die wir bitten
– Dinge, für die wir danken
– zum Schluss vielleicht etwas zu essen / zu trinken – zumindest im Advent🙂
– gemeinsam aufräumen

Für jeden Programmpunkt erklären sich 2-3 SchülerInnen verantwortlich und bereiten den Programmpunkt vor.
Das Ganze lässt sich – je nach Klassengröße – elastisch handhaben.
Wir machen gemeinsam einen Plan, in welcher Reihenfolge wir die Programmpunkte durchführen. Wer sich kritisch distanzieren will, kann seine Anfragen formulieren und öffentlich stellen.

Und wir vereinbaren einen Zeitpunkt für die Feier, am besten übernächste Stunde.
In der Stunde davor bekommen die Jungen und Mädchen noch mal Zeit, ggf. auch Materialien (Bibel), um sich abzusprechen. Ich gebe ggf. Unterstützung, das meiste organisieren sie aber selbst.

… und gemeinsam feiern!

In der nächsten Stunde startet dann die Feier!
Das Schöne: Es ist für uns alle, auch für mich als Lehrkraft, eine Feier. Alle sind gespannt und neugierig, was kommt.
Manchmal muss man improvisieren, wenn etwas nicht so klappt, aber das ist ok.

Wir haben in diesem Schuljahr das Thema Schöpfung (5. Klasse) mit einer solchen Feier abgeschlossen.
Alle haben sich sehr viel Mühe gegegeben. Ein Junge brachte extra einen Musikplayer mit Lautsprecher mit. Die Mädchen getrocknete Blätter für die Mitte. Jeder nahm dann am Schluss eines und klebte es ins Heft.
Einer brachte den Rap-Rhythmus zu „Himmel, Erde, Luft und Meer“ und den Liedtext, den wir dann gemein dazu gesprochen haben. War toll!

Nun haben sich die SchülerInnen entschieden, das aktuelle Thema wieder mit einer Feier abzuschließen.
Ich freue mich schon darauf!

Auch benoten?

Ich finde, wer sich so anstrengt und für alle etwas tut, verdient auch eine Note. Andererseits soll eine Feier nicht zu schlechten Noten führen. Deshalb gehe ich so vor:

  • Ich gebe allen eine Note, wenn alle gute Noten bekommen (1-3). Wer eine 3 bekommen soll, darf sich aussuchen, ob er sie eingetragen haben will.
  • Oder: Ich gebe denen, die Herausragendes geleistet haben, eine 1 und bespreche das mit der Klasse.

Ich bespreche jeweils das Vorgehen mit der Klasse und versuche einen Konsens zu erzielen, damit auch alle einverstanden sind. Für das nächste Mal wissen sie dann auch, dass sich ihre Mühe lohnt – für die Feier und mit einer Note als Anerkennung.

Über JJB
JJB unterrichtet in Bayern in der Sekundarstufe I.

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